Psychiatrie

Ergotherapie in der Psychiatrie bietet Menschen aller Altersstufen die Möglichkeit, ihre eigenen kreativen Potenziale (wieder-)zuentdecken und durch die Erkrankung verloren gegangene Fähigkeiten wiederzuerlangen. Zu den Krankheitsbildern, mit denen Ergotherapeuten in der Psychiatrie zu tun haben, gehören z.B. psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter, Angststörungen, Persönlichkeits– und Verhaltensstörungen, Depressionen, uvm. In diesem Bereich kommen drei Behandlungsansätze zum tragen: kompetenzzentrierte Methode, interaktionelle Methode, ausdruckszentrierte Methode.

 

 Kompetenzzentrierte Methode 18157347_ml

„Die kompetenzzentrierte Methode umfasst einen ergebnisorientierten Ansatz mit prozesshaften Anteilen, bei dem der Patient ausgewählte handwerkliche Techniken, alltags- oder freizeitbezogene Tätigkeiten oder Übungen zum motorischen, sozialen oder kognitiven Training ausführt, um verlorengegangene oder nicht vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten (wieder) zu erlernen und zu üben. „

Quelle: Vom Behandeln zum Handeln, Scheepers, Steding – Albrecht, Jehn 1999

Handwerkliche Angebote sind unter anderem Holzarbeiten, Peddigrohr, Seidenmalerei uvm.



22775801_mlInteraktionelle Methode

 „Bei der interaktionellen Methode handelt es sich um ein überwiegend prozessorientiertes Gruppenangebot, das auch ergebnisorientierte Anteile haben kann. Innerhalb der Patientengruppe können verschiedene Tätigkeiten (z. B. handwerkliche, lebenspraktische, kreative, freizeitbezogene) durchgeführt werden. Dabei steht die Auseinandersetzung der Gruppenmitglieder miteinander im Vordergrund des ergotherapeutischen Interesses.

Quelle: Vom Behandeln zum Handeln, Scheepers, Steding – Albrecht, Jehn 1999

 

 

 

11854407_mlAusdruckszentrierte Methode

 „Die ausdruckszentrierte Methode beinhaltet einen prozessorientierten Ansatz, bei dem der Patient über kreativ zu gestaltende Angebote, Materialien und Techniken zur Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen, Wünschen und Strebungen angeregt wird. Die ausdruckszentrierte Methode soll dem Klienten ermöglichen, mit Hilfe des Materials Emotionen auszudrücken und in den zwischenmenschlichen Kontakt zu bringen. Dabei ist für den Klienten eine psychische Entlastung und Stabilisierung zu erwarten.

Quelle: Vom Behandeln zum Handeln, Scheepers, Steding – Albrecht, Jehn 1999