Tiergestützte Therapie

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Tiergestützte Therapie (TGT) ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte therapeutische Intervention, die von professionell im Gesundheitswesen der Pädagogik oder der Sozialen Arbeit ausgebildeten Personen angeleitet oder durchgeführt wird. TGT strebt die Verbesserung physischer, kognitiver, verhaltensbezogener und/oder sozio-emotionaler Funktionen bei individuellen Klienten an. Die tiergestützte Therapie findet durch eine Beziehungsanbahnung zwischen Mensch und Tier, unter Berücksichtigung einer sinnesorientierten bzw. wahrnehmungsfördernden Arbeitsweise statt. Hierdurch können soziale Kompetenzen spielerisch erworben und neue Gesprächsinhalte mit geistig-; körperlich und/oder verhaltensauffälligen Kindern geschaffen werden.
Basis der tiergestützten Therapie ist die Beziehungs- und Prozessgestaltung im Beziehungsdreieck Klient – Tier – Bezugsperson.

 

Allgemeine Ziele der tiergestützten Therapie:

  • die körperlichen, kognitiven und emotionalen Funktionen wiederherzustellen und zu erhalten
  • die Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung von Aktivitäten und Handlungen zu fördern
  • das Einbezogen sein in die jeweilige Lebenssituation zu fördern und
  • das subjektive Wohlbefinden zu verbessern

Damit soll erreicht werden, dass der einzelne Mensch in unterschiedlichen Lebensbereichen seinen Fähigkeiten entsprechend agieren und partizipieren kann.

 

Quelle: Praxis der hundegestützten Therapie – Grundlagen und Anwendungen – Wohlfarth.Mutschler

 

Krankheitsbilder

Für welche Störungs- und Krankheitsbilder wird der Hund eingesetzt?

  • Autismus
  • Sensorische Integrationsstörung
  • Sprech- und Sprächstörungen
  • Verhaltensstörungen
  • Körperbehinderung
  • Geisitge Behinderung
  • Cerebralparese
  • Neurologische Erkrankungen
  • Parkinson
  • Apoplex
  • Depressionen

 

  • Multiple Sklerose
  • Amputationen
  • Rheuma
  • Konzentrationsstörungen
  • ADS / ADHS
  • Kontaktstörungen
  • Suchtkranke
  • Traumatisierte Menschen
  • Missbrauch
  • Psychosen
  • Neurosen

 

  • Phobien
  • Demenz
  • Lähmungen
  • Hypertonus
  • Muskelerkrankungen
  • Down-Syndrom
  • Entwicklungsverzögerung
  • Wachkomapatienten
  • Wahrnehmungsstörungen
  • u.v.m.

LunaCharaktereigenschaften eines Therapiebegleithundes

  • Gelassenheit
  • freut sich über jeden
  • zutraulich
  • erschreckt sich nicht schnell
  • hält schrille Schreie und Lärm aus
  • erschreckt nicht bei ungeschickten Bewegungen
  • nicht zu schmerzempfindlich

 

Was sind die Gründe, warum der Hund eine so positive Wirkung in der Therapie hat?

Der Hund ist für den Menschen vertraut, daher bildet er eine gute Basis um Sicherheit und Vertrauen aufzubauen. Er wertet nicht, er akzeptiert jeden Menschen bedingungslos. Die Arbeit mit dem Hund hat einen hohen Aufforderungscharakter und motiviert dadurch zusätzlich den Patienten. Ein wichtiger Punkt in der tiergestützten Arbeit ist, dass der Hund von den eigenen Schwierigkeiten und Defiziten ablenkt.

 

Förderziele für die tiergestützte Arbeit:

 

Sensomotrisch perzeptiver Bereich:  Sozio – emotionaler Bereich  Kognitiver Bereich: 
Wahrnehmung

  • Vestibulär
  • Propriozeptiv
  • Taktil
  • Visuell
  • Auditiv
  • Olfaktorisch
  • Gustatorisch

Körperbewusstsein

  • Körperimago
  • Körperschema
  • Körperbegriff
  • Raumlage Orientierung
  • Koordination

 

  • Aufbau von Vertrauen
  • Aufbau von Selbstwertgefühl
  • Eingestehen und überwinden von Ängsten
  • Aufbau von Verantwortungsbewusstsein
  • Kontaktaufnahme und Einstellen auf den Partner
  • Entwickeln und Fördern kooperativen Verhaltens (Regelakzeptanz)

  • Konzentration und Reaktionsfähigkeit
  • Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Ausdauer uvm.

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